Alltagstipps

Erprobte Strategien für den Alltag mit wenig oder ohne Sehvermögen – in sieben Themenbereichen, jeweils mit konkreten Schritten und weiterführenden Anlaufstellen.

Eine Hand hält eine dunkelblaue Tasse auf einer hellen Arbeitsplatte, daneben ein Wasserkocher mit tastbaren Knöpfen.

Themenbereiche

Alltag & Haushalt

Küche, Ordnung, Sicherheit, Einkaufen und Körperpflege – mit festen Plätzen, Kontrasten und tastbaren Markierungen.

Digitale Hilfsmittel

Screenreader, Vergrößerung, Texterkennung, Smartphone und KI – Schritt für Schritt eingerichtet.

Beruf & Arbeitsplatz

Arbeitsplatz anpassen, Rechte und Nachteilsausgleiche kennen und effizient mit Screenreader und Vergrößerung arbeiten.

Freizeit & Kultur

Hörfilme, Museen, Theater, Hörbücher, Spiele, Musik, Garten und Natur erleben.

Recht & Finanzen

Schwerbehindertenausweis, Merkzeichen, Hilfsmittel von der Kasse, Blindengeld und Steuervorteile.

Fünf Grundregeln, die fast überall helfen

  1. Kontrast schaffen: Helles vor dunklem Hintergrund und umgekehrt – ein dunkles Brett für Zwiebeln, eine helle Tasse für Kaffee, farbige Markierungen an Stufen.
  2. Licht gezielt einsetzen: Blendfreies, helles Licht direkt auf die Aufgabe richten, etwa mit einer Leselampe mit Schwenkarm. Blendung durch Fenster und glänzende Flächen vermeiden.
  3. Feste Plätze: Jeder Gegenstand hat seinen Ort und kommt nach Gebrauch dorthin zurück. Das spart Suchen und gibt Sicherheit.
  4. Tastbar markieren: Klebepunkte, Gummiringe oder Braille-Etiketten an Herd, Waschmaschine, Gewürzen und Medikamenten.
  5. Vergrößern und vorlesen lassen: Das Smartphone hat Lupe, Texterkennung und Vorlesefunktion bereits eingebaut – ein guter Einstieg vor teureren Hilfsmitteln.

Professionell lernen lassen sich viele dieser Techniken im Training für Lebenspraktische Fähigkeiten (LPF) und in Orientierung und Mobilität (O&M), das die Krankenkasse in der Regel bezahlt. Mehr dazu unter Rehabilitation.

Haben Sie einen Tipp, der Ihnen hilft? Schreiben Sie uns – wir nehmen gute Ideen gern auf.

Persönliche Beratung finden

Blinden- und Sehbehindertenvereine, EUTB-Stellen und Selbsthilfegruppen beraten kostenlos – oft von Menschen, die selbst sehbehindert sind.