Notfall- und Krisenkontakte

Die wichtigsten Nummern für Notfälle und Krisen – kostenlos aus allen Netzen. Speichern Sie sie am besten als Favoriten in Ihrem Telefon.

Aktualisiert am · 2 Min. Lesezeit

Eine Hand hält ein Smartphone mit einer Notruf-App.

Notfälle

  • 112 – Notruf für Rettungsdienst und Feuerwehr

    Bei Lebensgefahr, schweren Verletzungen, Bewusstlosigkeit oder Feuer. Kostenlos, rund um die Uhr, in der ganzen EU. Die Polizei erreichen Sie unter 110.

  • 116 117 – Ärztlicher Bereitschaftsdienst

    Wenn Sie außerhalb der Sprechzeiten ärztliche Hilfe brauchen, die nicht lebensbedrohlich ist, aber nicht bis zum nächsten Werktag warten kann. Unter derselben Nummer vermittelt die Terminservicestelle Arzttermine. Bei plötzlichem Sehverlust fragen Sie nach der nächsten Augenklinik.

  • 116 116 – Sperr-Notruf

    Bank- und Kreditkarten, Online-Banking-Zugänge und elektronische Ausweise sofort sperren lassen, etwa nach einem Diebstahl.

Seelische Krisen und Einsamkeit

  • TelefonSeelsorge: 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222

    Rund um die Uhr, anonym und kostenlos – bei Krisen, Sorgen, Einsamkeit oder Gedanken an Suizid. Auch per Chat und E-Mail über telefonseelsorge.de.

  • Silbernetz: 0800 4 70 80 90

    Für ältere Menschen, die einfach mal reden möchten – täglich von 8 bis 22 Uhr, anonym und kostenlos.

  • Nummer gegen Kummer: 116 111 und 0800 111 0 550

    116 111 ist das Kinder- und Jugendtelefon, 0800 111 0 550 das Elterntelefon – etwa für Eltern eines Kindes mit Sehbehinderung.

Gewalt und Kriminalität

  • Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: 116 016

    Rund um die Uhr, anonym, in vielen Sprachen. Auch für Angehörige und Fachkräfte.

  • Opfer-Telefon des Weissen Rings: 116 006

    Für Opfer von Kriminalität, etwa von Betrug an der Haustür oder am Telefon.

Behörden und Beratung

  • 115 – Behördennummer

    Auskunft zu Ämtern, Zuständigkeiten und Anträgen, zum Beispiel wo Sie den Schwerbehindertenausweis beantragen.

  • Beratung zu Sehbehinderung

    Für alle Fragen rund um Hilfsmittel, Anträge und Alltag, die keine Notfälle sind, helfen die Beratungsstellen.

Für den Notfall vorsorgen

  • Speichern Sie die wichtigsten Nummern als Favoriten oder richten Sie Sprachbefehle ein („Rufe Notruf an“).
  • Richten Sie auf dem Smartphone den Notfallpass (iPhone) bzw. die Notfallinformationen (Android) mit Medikamenten und Kontaktpersonen ein – Rettungskräfte können ihn auch bei gesperrtem Bildschirm aufrufen.
  • Legen Sie eine Liste mit Medikamenten, Diagnosen und Kontakten in großer Schrift an einen festen Ort, etwa an die Innenseite der Wohnungstür.
  • Menschen, die nicht telefonieren können, erreichen die Notrufzentrale bundesweit auch über die App „nora“.

Quellen und weiterführende Links

Persönliche Beratung finden

Blinden- und Sehbehindertenvereine, EUTB-Stellen und Selbsthilfegruppen beraten kostenlos – oft von Menschen, die selbst sehbehindert sind.