Beratungsstellen

Eine gute Beratung spart Zeit, Geld und Umwege. Diese Stellen beraten kostenlos – zu Hilfsmitteln, Anträgen, Rehabilitation, Beruf und Alltag.

Aktualisiert am · 2 Min. Lesezeit

Eine ältere Frau mit dunkler Brille liest mit einer beleuchteten Handlupe einen Brief, eine Beraterin zeigt auf eine Textstelle; an ihrem Stuhl lehnt ein weißer Langstock.

Allgemeine Beratung

  • Blinden- und Sehbehindertenvereine der Bundesländer

    Die Landesvereine im Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) beraten ihre Mitglieder und alle Betroffenen zu Hilfsmitteln, Blindengeld, Schwerbehindertenausweis, Rehabilitation und Freizeit. Viele Beraterinnen und Berater leben selbst mit einer Sehbehinderung. Über die Vereine erfahren Sie auch Adressen von Rehabilitationslehrkräften und Selbsthilfegruppen in Ihrer Nähe.

  • Blickpunkt Auge

    Das Beratungsangebot des DBSV richtet sich an Menschen, bei denen eine Augenerkrankung festgestellt wurde, und an ihre Angehörigen – mit Beratungsstellen in vielen Regionen.

  • Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB)

    Bundesweit mehrere hundert Beratungsstellen, gefördert vom Bundesarbeitsministerium. Sie beraten unabhängig von Leistungsträgern zu allen Fragen der Teilhabe, etwa zu Anträgen bei Krankenkasse, Rentenversicherung oder Sozialamt. Viele Stellen arbeiten nach dem Prinzip „Betroffene beraten Betroffene“.

Beratung zu bestimmten Augenerkrankungen

  • PRO RETINA Deutschland

    Selbsthilfevereinigung für Menschen mit Netzhauterkrankungen wie Retinitis pigmentosa, Makuladegeneration oder Usher-Syndrom. Beratung, Regionalgruppen und Informationen zu Forschung und Therapien.

  • AMD-Netz

    Informationen und Unterstützung für Menschen mit altersabhängiger Makuladegeneration und ihre Angehörigen.

  • Deutsche Glaukom-Hilfe

    Selbsthilfe für Menschen mit Glaukom (Grüner Star).

  • Bund zur Förderung Sehbehinderter (BFS)

    Verband speziell für Menschen mit Sehbehinderung, die noch ein Restsehvermögen haben – mit Informationen zu vergrößernden Sehhilfen und Low Vision.

Beruf, Ausbildung und Studium

  • DVBS – Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf

    Beratung, Weiterbildung und Netzwerke für Berufstätige, Studierende und Auszubildende mit Sehbehinderung – von Betroffenen für Betroffene.

  • Integrationsfachdienste und Integrationsämter

    Beraten Beschäftigte und Arbeitgeber, unter anderem zu technischen Arbeitshilfen und Arbeitsassistenz. Mehr unter Beruf und Arbeitsplatz.

Hilfsmittel ausprobieren

  • Low-Vision-Beratung

    Spezialisierte Augenoptikerinnen und Augenoptiker sowie Low-Vision-Sprechstunden an Augenkliniken passen vergrößernde Sehhilfen, Kantenfilter und Beleuchtung individuell an. Adressen kennen Ihre Augenarztpraxis und die Blinden- und Sehbehindertenvereine.

  • Help Tech Beratungszentren

    Der Hilfsmittelhersteller betreibt Beratungszentren, in denen Braillezeilen, Vorlesesysteme und Software ausprobiert werden können. Auch andere Anbieter laden zu Vorführungen ein – vergleichen Sie mehrere Geräte, bevor Sie sich entscheiden.

  • Hilfsmittel-Datenbanken

    Herstellerunabhängige Übersichten bieten REHADAT-Hilfsmittel und das Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbands.

Rechtliche Unterstützung

Bei Widersprüchen und Klagen helfen Sozialverbände wie der VdK und der SoVD sowie die Rechtsberatung der Blinden- und Sehbehindertenvereine. Bei Barrieren im Umgang mit Bundesbehörden vermittelt die Schlichtungsstelle nach dem Behindertengleichstellungsgesetz kostenlos.

Persönliche Beratung finden

Blinden- und Sehbehindertenvereine, EUTB-Stellen und Selbsthilfegruppen beraten kostenlos – oft von Menschen, die selbst sehbehindert sind.