DBSV – Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband
Der DBSV ist die bundesweite Interessenvertretung von blinden und sehbehinderten Menschen. Er bietet umfangreiche Beratung zu rechtlichen Fragen, Hilfsmitteln, Rehabilitation und Teilhabe. Über seine Landes- und Regionalverbände ist er flächendeckend in ganz Deutschland aktiv. Der Verband informiert über Anspruchsvoraussetzungen, begleitet bei Anträgen und vertritt politische Anliegen.
🔗 www.dbsv.orgKontakt: Tel: 030 45481711 DVBS – Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf
Der DVBS vertritt die Belange blinder und sehbehinderter Menschen im Bildungsbereich und im Berufsleben. Er berät bei Fragen zur Studiengestaltung, zu Nachteilsausgleichen, zur beruflichen Eingliederung und zu Hilfsmitteln am Arbeitsplatz. Der Verein bietet zudem Fortbildungen, ein Mentoring-Programm und ein bundesweites Netzwerk für Berufstätige und Studierende mit Sehbehinderung.
🔗 www.dvbs-online.deKontakt: Tel: 06421 979880 BBS – Bundesverband Blinde und Sehbehinderte in Studium und Beruf e.V.
Der BBS setzt sich gezielt für die Gleichstellung und Teilhabe blinder und sehbehinderter Menschen in Bildung und Beruf ein. Schwerpunkte sind die Beratung bei Zugangsbarrieren, Unterstützung bei Konflikten am Arbeits- oder Ausbildungsort sowie politische Advocacy-Arbeit für inklusive Bildungsstrukturen. Der Verband informiert über aktuelle Rechtslagen und bietet Schulungen für Arbeitgeber an.
Pro Retina Deutschland e.V.
Selbsthilfeorganisation für Menschen mit Netzhauterkrankungen wie Retinitis Pigmentosa, Makuladegeneration und verwandten Erkrankungen. Pro Retina bietet Beratung zu Krankheitsverläufen, Forschung, Hilfsmitteln und sozialrechtlichen Fragen. Regionalgruppen organisieren regelmäßige Treffen und Informationsveranstaltungen. Der Verein fördert die klinische Forschung und informiert über aktuelle Therapieansätze.
🔗 www.pro-retina.deKontakt: Tel: 0241 8701880 Makula e.V. – Deutsche Makula-Hilfe
Selbsthilfeverein für Menschen mit Makulaerkrankungen, insbesondere Altersabhängiger Makuladegeneration (AMD). Bietet telefonische Beratung, Informationsschriften, Patientenkontakte und Hilfestellung bei der Verarbeitung der Diagnose. Der Verein klärt über Behandlungsmöglichkeiten, Lupe- und Filtersystem-Anpassung sowie den Umgang mit der Erkrankung im Alltag auf.
🔗 www.makula-ev.deKontakt: Tel: 030 55059470 Blinden- und Sehbehinderteninstitut Würzburg
Fachkompetenzzentrum für Bildung, Rehabilitation und Beratung blinder und sehbehinderter Menschen in Bayern. Angebote umfassen Frühförderung, schulische Bildung an Förderschwerpunkten Sehen, berufliche Vorbereitung, Orientierungs- und Mobilitätstraining sowie Hilfsmittelberatung. Mit regionalen Standorten in Bayern und überregionalen Dienstleistungen aktiv. Das Institut begleitet Menschen mit Sehbehinderung von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter.
🔗 www.blindeninstitut.deKontakt: Tel: 0931 40410 Stiftung Pfennigparade (München)
Eine der größten Einrichtungen für blinde und sehbehinderte Menschen in Deutschland. Bietet umfassende Beratung, Bildungsangebote von der Frühförderung bis zur Berufsausbildung, Arbeitsplätze in Inklusionsbetrieben, Wohnangebote und vielfältige Freizeit- und Sportangebote. Mit dem BINZ – Berufliches Integrationszentrum – besteht eine enge Anbindung an den Arbeitsmarkt. Die Stiftung ist ein zentraler Anlaufpunkt im Großraum München und ganz Bayern.
🔗 www.pfennigparade.deKontakt: Tel: 089 357220 Low-Vision-Sprechstunden an Universitäts-Augenkliniken
Viele Universitäts-Augenkliniken haben spezialisierte Low-Vision-Sprechstunden. Dort werden Sehhilfen wie Lupen, Filtergläser, Elektroniklupen und Bildschirmlesegeräte individuell angepasst. Die Beratung erfolgt durch Spezialisten für Sehbehinderung – Augenoptiker mit Low-Vision-Zusatzausbildung, Orthoptisten und Augenärzte. Bekannte Einrichtungen gibt es unter anderem in Frankfurt (Universitätsklinikum), Heidelberg (Universitäts-Augenklinik) und Tübingen (Universitäts-Augenklinik, Studienzentrum für Sehbehinderte).
Kontakt: Über die nächste Universitäts-Augenklinik erfragbar · z. B. Frankfurt: 069 630158299 · Heidelberg: 06221 5638000 · Tübingen: 07071 2983761
EUTB – Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung
Die EUTB ist ein bundesweites Beratungsangebot für Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige. Sie bietet kostenlose, unabhängige Beratung zu allen Fragen der Teilhabe: Hilfsmittel, Nachteilsausgleiche, Wohnraumanpassung, Pflege und gesellschaftliche Teilhabe. Die Beratung erfolgt ergänzend zu den Regelangeboten der Rehabilitationsträger und ist besonders wertvoll, weil sie aus einer unabhängigen Perspektive erfolgt. Über 450 Beratungsstellen deutschlandweit.
🔗 www.eutb.deKontakt: Tel: 0800 3882388 (kostenlos) Sozialpsychiatrischer Dienst (SpDi)
Der Sozialpsychiatrische Dienst der örtlichen Gesundheitsämter berät Menschen, die psychische Belastungen oder seelische Behinderungen haben – was bei der Verarbeitung einer Sehbehinderung eine wichtige Rolle spielen kann. Er bietet kostenlose Beratung, Vermittlung an weiterführende Hilfen und Hausbesuche. Der SpDi ist besonders wichtig, wenn eine Sehbehinderung mit depressiven Verstimmungen, Ängsten oder sozialem Rückzug einhergeht.
Kontakt: Über das örtliche Gesundheitsamt / Stadt- oder Landkreisverwaltung
Sozialverbände (VdK, SoVD)
Der VdK und der SoVD bieten sozialrechtliche Beratung für Menschen mit Behinderungen, unter anderem zu Schwerbehindertenausweisen, Nachteilsausgleichen, Erwerbsminderungsrente und Pflegeversicherung. Die Sozialverbände begleiten bei Anträgen und Widerspruchsverfahren, vertreten Mitglieder vor Sozialgerichten und verfügen über ein dichtes Netz an Kreis- und Ortsverbänden. Die Mitgliedschaft ist kostengünstig und lohnt sich oft durch die fachliche Unterstützung.
BZABH – Beratungszentrum für akustische und blinde Hilfsmittel
Spezialisierte Beratungsstelle für Hilfsmittel der Versorgungsmedizin im Bereich Sehen und Hören. Die Beratung umfasst die Auswahl, Erprobung und Anpassung technischer Hilfsmittel – von Bildschirmlesegeräten über elektronische Lupen bis hin zu kombinierten Seh-Hör-Lösungen. Das BZABH arbeitet mit Kostenträgern zusammen und unterstützt bei der Beantragung. Besonders wertvoll bei komplexen Hilfsmittelbedarfen, die Standardberatungen übersteigen.
🔗 www.bzabh.deKontakt: Tel: 0711 209920 Hinweis: Prüfen Sie Öffnungszeiten und Zuständigkeiten immer direkt bei der jeweiligen Stelle. Viele Beratungsstellen bieten neben Präsenzterminen auch telefonische oder Video-Beratung an. Bei Fragen zur Finanzierung hilft die EUTB mit einer kostenlosen und unabhängigen Erstberatung.