Navigation und Orientierung

Sich selbstständig und sicher zu bewegen, ist für viele Menschen mit Sehbehinderung das wichtigste Ziel. Der Weg dahin führt über gutes Training, passende Hilfsmittel und eine sorgfältige Planung.

Zwei Frauen gehen im Park spazieren, eine von ihnen nutzt einen weißen Langstock.

Die Grundlage: Training in Orientierung und Mobilität

Der weiße Langstock ist das wichtigste Mobilitätshilfsmittel – aber erst das Training macht ihn wirklich nützlich. In Einzelstunden lernen Sie mit einer Rehabilitationslehrerin oder einem Rehabilitationslehrer die Stocktechnik, das Überqueren von Straßen und Ihre wichtigsten Alltagswege. Die Krankenkasse übernimmt Langstock und Training in der Regel auf ärztliche Verordnung. Mehr dazu unter Mobilitätstraining.

Woran andere erkennen, dass Sie schlecht sehen

  • Weißer Langstock: dient zum Ertasten und kennzeichnet Sie im Straßenverkehr.
  • Weißer Taststock oder Signalstock: kürzer, vor allem als Kennzeichen, etwa für Menschen mit Restsehvermögen.
  • Blindenabzeichen: die gelbe Armbinde mit drei schwarzen Punkten. Sie ist in Deutschland als Kennzeichen anerkannt.

Autofahrerinnen und Autofahrer müssen gegenüber erkennbar blinden oder sehbehinderten Menschen besondere Rücksicht nehmen.

Alle Themen in diesem Bereich

Mobilitätstraining

Langstocktechnik, sichere Wege und Straßenquerung lernen – und wie die Krankenkasse das Training bezahlt.

Navigations-Apps

Google Maps, Apple Karten, BlindSquare und Co. – welche App wofür taugt und wie Sie sie sicher nutzen.

Bus & Bahn

Freifahrt mit Wertmarke, kostenlose Begleitperson, Mobilitätsservice der Bahn und Tipps für den Bahnhof.

Reisen & fremde Orte

Reise planen, Hilfe am Flughafen anmelden, Hotelzimmer erkunden und sich in fremder Umgebung zurechtfinden.

Persönliche Beratung finden

Blinden- und Sehbehindertenvereine, EUTB-Stellen und Selbsthilfegruppen beraten kostenlos – oft von Menschen, die selbst sehbehindert sind.