Navigations-Apps und GPS

Navigations-Apps sagen an, wo Sie sich befinden, was in der Nähe ist und wie Sie zum Ziel kommen. Sie ergänzen Langstock und Training – ersetzen sie aber nicht.

Aktualisiert am · 1 Min. Lesezeit

Allgemeine Karten-Apps

  • Google Maps (Android und iPhone): Fußgänger-Navigation mit Sprachansagen. In den Einstellungen unter „Navigation“ lassen sich ausführliche Sprachansagen aktivieren, die öfter über Richtung und Entfernung informieren.
  • Apple Karten (iPhone): gut mit VoiceOver bedienbar; die Apple Watch kann Abbiegehinweise zusätzlich durch Vibration am Handgelenk geben.
  • Beide Apps kennen Fahrpläne vieler Verkehrsverbünde und zeigen Abfahrtszeiten in der Nähe.

Spezial-Apps für blinde und sehbehinderte Menschen

  • BlindSquare (iPhone, kostenpflichtig): sagt beim Gehen Kreuzungen, Geschäfte und andere Orte in Ihrer Umgebung an und führt per Richtungsangabe („Ziel auf zwei Uhr, 150 Meter“) zu gespeicherten Punkten.
  • Lazarillo (Android und iPhone, kostenlos): Umgebungsansagen, Ortssuche und Navigation.
  • Soundscape-Nachfolger: Das frühere Microsoft-Projekt Soundscape mit räumlichem 3D-Klang wird als Open Source von anderen Anbietern weitergeführt, zum Beispiel in der App „VoiceVista“.
  • Be My Eyes: Wenn Sie vor Ort nicht weiterwissen, beschreibt eine freiwillige Person per Videoanruf zum Beispiel ein Schild oder einen Eingang.

Tipps für den sicheren Einsatz

  • Genauigkeit: Zwischen hohen Häusern weicht die Ortung oft um einige Meter ab. Verlassen Sie sich an Straßenquerungen nie allein auf die App.
  • Ohren frei: Nutzen Sie Knochenleitungskopfhörer oder nur einen Ohrhörer, damit Sie den Verkehr hören.
  • Akku: Navigation und Bildschirmleser verbrauchen viel Strom. Eine kleine Powerbank gehört in die Tasche.
  • Vorher erkunden: Planen Sie neue Strecken zu Hause in der App vor. Manche Apps können eine Route virtuell „abgehen“.
  • Favoriten speichern: Häufige Ziele wie Haustür, Haltestelle oder Arztpraxis als Favoriten anlegen – das erspart das Suchen unterwegs.
  • Datenverbindung: Laden Sie Karten für Gebiete mit schlechtem Empfang vorher herunter.

Persönliche Beratung finden

Blinden- und Sehbehindertenvereine, EUTB-Stellen und Selbsthilfegruppen beraten kostenlos – oft von Menschen, die selbst sehbehindert sind.