Sport treiben
Bewegung tut gut und stärkt Orientierung und Selbstvertrauen. Bewährte Einstiege:
- Laufen mit Begleitung: Beim Laufen verbindet ein kurzes Band (Guide-Leine) Läufer und sehende Begleitung – viele Lauftreffs vermitteln Guides.
- Tandem fahren: Radfahren zu zweit, vorne sitzt die sehende Person. Tandemgruppen gibt es in vielen Städten.
- Blindenspezifische Sportarten: Goalball, Blindenfußball oder Showdown (Tischball) werden in eigenen Ligen gespielt.
- Vereine finden: über den Deutschen Behindertensportverband unter dbs-npc.de oder regionale Vereine und Verbände.
Kultur erleben
- Hörfilme: Viele Filme und Serien bieten Audiodeskription – eine zusätzliche Tonspur, die das Bildgeschehen beschreibt. Im TV über die Tonspur-Auswahl, im Kino per App. Informationen unter hoerfilm.info
- Museen und Theater: Immer mehr Häuser bieten Tastführungen, Audioguides oder Aufführungen mit Audiodeskription. Vorher anrufen lohnt sich – oft gibt es mehr Angebote, als die Website zeigt.
- Hörbücher und DAISY-Bibliotheken: Blindenbibliotheken verleihen Hörmedien kostenlos; Abspielgeräte finden Sie auf unserer Hilfsmittel-Seite.
Reisen und Ausflüge
- Bahn: Der DB-Mobilitätsservice hilft kostenlos beim Ein-, Um- und Aussteigen – am besten einige Tage vor der Fahrt anmelden: bahn.de/barrierefrei
- Vorbereitung: Wege und Umstiege vorab planen, wichtige Adressen und Telefonnummern griffbereit speichern. Praktische Strategien sammelt unser Bereich Navigation & Orientierung.
- Begleitung: Mit dem Merkzeichen B im Schwerbehindertenausweis fährt eine Begleitperson in Bus und Bahn kostenlos mit.
Drei Tipps für den Einstieg
- Klein anfangen: ein Schnuppertraining oder eine Tastführung – ohne Verpflichtung.
- Angebote aktiv erfragen: Viele Vergünstigungen und Hilfen werden nicht beworben.
- Gemeinsam statt allein: Über Selbsthilfegruppen finden sich oft Mitstreiter für Sport und Ausflüge.