Natur und Garten

Natur spricht alle Sinne an. Mit ein paar Anpassungen bleibt der Garten ein Ort zum Wohlfühlen, und Ausflüge ins Grüne sind auch ohne Sehen ein Erlebnis.

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Den Garten zugänglich gestalten

  • Hochbeete bringen die Pflanzen auf eine angenehme Arbeitshöhe und haben klare Grenzen.
  • Feste Wege mit ertastbaren Kanten – etwa Rasenkantensteine, Holzbohlen oder Kies neben Pflaster – helfen bei der Orientierung.
  • Säen in Reihen: Spannen Sie eine Schnur als Führung und markieren Sie die Reihenenden mit Stäben, an denen ein tastbares Etikett oder ein Braille-Schild hängt.
  • Werkzeug: Geräte mit farbigen Griffen und ein fester Platz für jedes Werkzeug ersparen das Suchen im Gras. Handschuhe schützen beim Ertasten.
  • Gießen: Eine Bewässerung mit Zeitschaltuhr oder Tropfschläuchen nimmt Arbeit ab.
  • Sicherheit: Äste in Kopfhöhe zurückschneiden und Schläuche nach Gebrauch aufrollen.

Pflanzen für alle Sinne

  • Duftpflanzen wie Lavendel, Rosmarin, Minze, Zitronenmelisse oder Duftgeranien.
  • Pflanzen mit besonderen Oberflächen wie Wollziest („Hasenohr“), Gräser oder glatte Rinde.
  • Klangelemente wie Windspiele oder raschelnde Gräser.
  • Viele botanische Gärten und Städte haben eigene Duft- und Tastgärten mit Beschriftungen in Braille.

Natur erleben

  • Wandern mit Begleitung: Viele Blinden- und Sehbehindertenvereine bieten Wandergruppen an. Die begleitende Person beschreibt Weg und Landschaft.
  • Barrierefreie Naturpfade und Erlebniswege mit Leitsystemen und Tafeln in Braille gibt es in einigen Naturparks.
  • Vogelstimmen-Apps wie Merlin Bird ID erkennen Vogelgesang und sagen den Namen an.
  • Pflanzenerkennungs-Apps bestimmen Blätter und Blüten per Foto – mit Screenreader-Unterstützung.

Persönliche Beratung finden

Blinden- und Sehbehindertenvereine, EUTB-Stellen und Selbsthilfegruppen beraten kostenlos – oft von Menschen, die selbst sehbehindert sind.