Gartenarbeit für Sehbehinderte
Ein eigener Garten – ob draußen oder auf dem Balkon – ist eine bereichernde Freizeitaktivität. Mit Hochbeeten, taktilen Markierungen und Sensor-Systemen lässt sich die Gartenpraxis an Sehbehinderung anpassen.
- Hochbeet nutzen: Arbeitshöhe von ca. 80–90 cm erleichtert das ertasten von Pflanzen und das Pflegen ohne Bücken – z. B. Hochbeet von Juko (ab ca. 120 €) oder Eigenbau aus Lärchenholz.
- Taktile Pflanzenmarkierungen: Wetterfeste Etiketten mit Braille-Schrift oder eingekerbten Symbolen an Stöcken befestigen – ein Kerb = Kräuter, zwei = Gemüse, drei = Blumen.
- Gießsystem mit Sensor: Bewässerungscomputer mit Bodenfeuchtigkeitssensor (z. B. Gardena Smart System, ca. 80–120 €) gießt automatisch, wenn die Erde zu trocken wird – ein Wegfall der visuellen Kontrolle.
- Kontrastreiche Gartengeräte: Helle Griffe (gelb, weiß) auf dunklem Boden oder Rasen sind leichter zu finden – z. B. mit reflektierendem Klebeband umwickeln.
- Feste Wegführung: Trittsichere Wege mit kontrastierenden Materialien (helle Kieseln auf dunkler Erde oder umgekehrt) anlegen – klar ertastbar auch mit dem Langstock.
- Beete strukturieren: Reihenpflanzung in klaren Linien mit festen Abständen (z. B. 30 cm) – so lässt sich beim Ernten oder Jäten systematisch vorgehen.
- Geräteaufbewahrung: Jedes Gerät bekommt einen festen Platz an einer Hakenleute im Geräteschuppen – mit taktilem Etikett oder unterschiedlicher Form.