Hobbys und Spiele

Viele Hobbys lassen sich mit angepasstem Material weiterführen – und manche machen gerade mit Sehbehinderung besonders viel Freude.

Aktualisiert am · 1 Min. Lesezeit

Lesen und Hören

  • Blindenhörbüchereien: Menschen mit Lesebehinderung können dort kostenlos Hörbücher, Zeitschriften und Zeitungen im DAISY-Format ausleihen – per Post auf CD oder als Download. Nötig ist eine einmalige Anmeldung mit Nachweis. Ausführlich erklärt im Beitrag Barrierefreie Bücher.
  • DAISY-Player: Geräte mit großen Tasten spielen die Hörbücher ab und merken sich die Stelle. Alternativ gibt es Apps für das Smartphone.
  • E-Books: Viele E-Book-Apps können Texte vergrößern oder vorlesen.
  • Podcasts und Radio: über smarte Lautsprecher per Sprachbefehl.

Spiele

  • Kartenspiele wie Skat, Doppelkopf, Rommé oder UNO gibt es mit Braille-Aufdruck oder in Großdruck.
  • Würfel mit tastbaren Augen, Dominosteine mit erhabenen Punkten.
  • Brettspiele: Mühle, Dame, Mensch-ärgere-dich-nicht und andere Klassiker gibt es mit Vertiefungen und tastbar unterschiedlichen Figuren.
  • Schach: Auf einem Steckschachbrett stecken die Figuren fest; schwarze Felder sind erhöht, schwarze Figuren haben eine Spitze. Der Deutsche Blinden- und Sehbehinderten-Schachbund organisiert Turniere.
  • Audiospiele: Viele Spiele für Smartphone und Computer funktionieren komplett über Ton – vom Quiz bis zum Abenteuerspiel.

Spiele und Material bieten Blindenhilfsmittelanbieter und die Hilfsmittelshops der Blinden- und Sehbehindertenverbände an.

Kreativ sein

  • Musik: Instrumente lassen sich nach Gehör lernen; Noten gibt es in Braille-Notenschrift. Chöre freuen sich meist über neue Stimmen.
  • Stricken, Häkeln und Weben: gelingen mit Übung gut nach Gefühl. Nadeln in kontrastierenden Farben helfen bei Restsehvermögen.
  • Töpfern und Modellieren: sind ohnehin Tastkunst.
  • Kochen und Backen: Tipps finden Sie unter Küche und Kochen.

Persönliche Beratung finden

Blinden- und Sehbehindertenvereine, EUTB-Stellen und Selbsthilfegruppen beraten kostenlos – oft von Menschen, die selbst sehbehindert sind.