Kultur und Veranstaltungen

Audiodeskription beschreibt, was im Bild passiert. Damit werden Filme, Theaterstücke und sogar Fußballspiele auch ohne Sehen erlebbar.

Aktualisiert am · 1 Min. Lesezeit

Fernsehen und Streaming

  • Die öffentlich-rechtlichen Sender strahlen viele Filme, Serien und Krimis mit Audiodeskription aus. Sie wird meist über einen zusätzlichen Tonkanal gewählt – am Fernseher über die Tasten „Audio“, „Sprache“ oder „AD“. Viele Sendungen sind zudem in den Mediatheken mit Audiodeskription abrufbar.
  • Große Streamingdienste bieten zahlreiche Titel mit deutscher Audiodeskription an. In den Einstellungen für Audio und Untertitel lässt sich „Deutsch – Audiodeskription“ auswählen.
  • Der Hörfilm e. V. informiert über Filme und Sendungen mit Audiodeskription.

Kino

Für viele deutsche Kinofilme gibt es Audiodeskriptionen, die Sie mit einer App auf dem Smartphone über Kopfhörer hören. Die App synchronisiert sich automatisch mit dem Filmton; andere Zuschauerinnen und Zuschauer bemerken davon nichts. Laden Sie die Beschreibung vor dem Kinobesuch zu Hause über WLAN herunter.

Museen und Ausstellungen

  • Viele Museen bieten Tastführungen, Tastmodelle, Reliefbilder oder Audioguides mit ausführlicher Bildbeschreibung. Fragen Sie vorher nach – oft muss eine Führung angemeldet werden.
  • Blinden- und Sehbehindertenvereine organisieren regelmäßig Führungen speziell für ihre Mitglieder.

Theater, Oper und Konzerte

  • Einige Bühnen bieten ausgewählte Vorstellungen mit Live-Audiodeskription über Kopfhörer an, oft mit einer Tastführung durch Bühnenbild und Kostüme vorab.
  • Mit dem Merkzeichen B im Schwerbehindertenausweis erhält die Begleitperson bei vielen Veranstaltern freien oder ermäßigten Eintritt.
  • Konzerte sind ohnehin ein Erlebnis für die Ohren – fragen Sie nach Plätzen mit gutem Zugang und nach Hilfe beim Einlass.

Fußball im Stadion

In vielen Stadien der Bundesliga und anderer Ligen gibt es für blinde und sehbehinderte Fans eine Blindenreportage: Speziell geschulte Reporterinnen und Reporter beschreiben das Spiel sehr detailliert über Kopfhörer. Die Plätze und Empfangsgeräte werden über die Vereine vergeben – erkundigen Sie sich beim Fanservice oder der Behindertenfanbeauftragten Ihres Vereins.

Persönliche Beratung finden

Blinden- und Sehbehindertenvereine, EUTB-Stellen und Selbsthilfegruppen beraten kostenlos – oft von Menschen, die selbst sehbehindert sind.