Sicherheit im Haushalt

Die meisten Unfälle zu Hause sind Stürze. Mit guter Beleuchtung, freien Wegen, deutlichen Markierungen und einem durchdachten Notfallplan lässt sich das Risiko deutlich senken.

Aktualisiert am · 2 Min. Lesezeit

Stolperfallen vermeiden

  • Halten Sie Laufwege frei und stellen Sie Möbel nicht um, ohne es mitzuteilen.
  • Sichern Sie Teppiche und Läufer mit rutschfesten Unterlagen oder verzichten Sie ganz auf lose Teppiche.
  • Führen Sie Kabel an der Wand entlang oder in Kabelkanälen.
  • Türen und Schranktüren sollten ganz offen oder ganz geschlossen sein – halb offene Türen sind eine häufige Ursache für Verletzungen am Kopf.
  • Nachtlichter mit Bewegungsmelder im Flur und auf dem Weg zum Bad geben nachts Orientierung.

Kontraste und Licht

  • Markieren Sie die erste und letzte Treppenstufe – besser noch jede Stufenkante – mit einem kontrastreichen, rutschhemmenden Streifen.
  • Glastüren und große Fensterflächen mit gut sichtbaren Aufklebern in Augenhöhe kennzeichnen.
  • Lichtschalter mit farbigen Rahmen oder im Kontrast zur Wand wählen.
  • Gleichmäßiges, blendfreies Licht verhindert starke Hell-Dunkel-Wechsel, bei denen sich die Augen erst anpassen müssen.

Gefährliches sicher aufbewahren

  • Reinigungsmittel getrennt von Lebensmitteln und Getränken lagern und eindeutig tastbar markieren.
  • Medikamente an einem festen, separaten Ort aufbewahren. Mehr dazu unter Körperpflege, Medikamente und Kleidung.
  • Scharfe Gegenstände nie offen liegen lassen.

Warnmelder und Herdsicherung

  • Rauchmelder sind in allen Bundesländern in Wohnungen Pflicht. Testen Sie sie regelmäßig über die Prüftaste; Melder mit langlebiger Batterie ersparen häufige Wechsel.
  • In Räumen mit Gasheizung, Gastherme oder Kamin schützt ein Kohlenmonoxid-Melder.
  • Eine Herdüberwachung schaltet den Herd automatisch ab, wenn er ungewöhnlich lange oder heiß läuft. Sie lässt sich von einer Elektrofachkraft nachrüsten.
  • Wassermelder vor Waschmaschine und Spüle warnen akustisch bei auslaufendem Wasser.

Für den Notfall vorsorgen

  • Speichern Sie Notfallkontakte als Favoriten und richten Sie die Notfall-Funktion des Smartphones ein: „Notruf SOS“ und „Notfallpass“ beim iPhone, „Notfall-SOS“ und „Notfallinformationen“ bei Android.
  • Viele Sprachassistenten können auf Zuruf eine Vertrauensperson anrufen.
  • Ein Hausnotruf-System mit Knopf am Handgelenk verbindet per Knopfdruck mit einer Notrufzentrale. Bei einem Pflegegrad beteiligt sich die Pflegekasse an den Kosten.
  • Legen Sie Taschenlampe, Ersatzbatterien, eine Medikamentenliste und wichtige Telefonnummern an einen festen Ort.
  • Hinterlegen Sie einen Wohnungsschlüssel bei einer Vertrauensperson in der Nähe.

Persönliche Beratung finden

Blinden- und Sehbehindertenvereine, EUTB-Stellen und Selbsthilfegruppen beraten kostenlos – oft von Menschen, die selbst sehbehindert sind.