Augengesundheit und Ernährung

Auch wenn sich eine Augenerkrankung nicht heilen lässt, können Sie oft dazu beitragen, das verbliebene Sehvermögen möglichst lange zu erhalten.

Aktualisiert am · 2 Min. Lesezeit

Die Behandlung konsequent begleiten

  • Nehmen Sie Kontrolltermine auch dann wahr, wenn Sie keine Veränderung bemerken. Viele Erkrankungen schreiten schleichend fort.
  • Bei der feuchten altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) sind Injektionen ins Auge oft über lange Zeit nötig. Wer Termine auslässt, riskiert bleibende Verluste.
  • Augentropfen gegen Glaukom (Grüner Star) wirken nur bei regelmäßiger Anwendung. Eine Tropfhilfe und feste Zeiten, etwa gekoppelt an die Mahlzeiten, erleichtern das.
  • Schreiben Sie Fragen vor dem Termin auf und bitten Sie um die Befunde in schriftlicher, für Sie lesbarer Form.

Was Sie selbst beeinflussen können

  • Nicht rauchen: Rauchen erhöht das Risiko für AMD und Grauen Star deutlich. Aufhören lohnt sich in jedem Alter.
  • Blutzucker und Blutdruck: Bei Diabetes schützt eine gute Einstellung vor diabetischen Netzhautschäden. Lassen Sie die Augen mindestens so oft kontrollieren, wie es Ihre Ärztin oder Ihr Arzt empfiehlt.
  • Ernährung: Eine abwechslungsreiche Kost mit viel grünem Blattgemüse wie Grünkohl und Spinat, mit Obst und regelmäßig Fisch gilt als günstig für die Netzhaut.
  • Nahrungsergänzung: In großen Studien (AREDS und AREDS2) hat eine bestimmte Kombination aus Vitaminen, Zink, Lutein und Zeaxanthin bei mittlerer AMD oder fortgeschrittener AMD an einem Auge das Fortschreiten verlangsamt. Bei gesunden Augen oder früher AMD ist kein Nutzen belegt. Besprechen Sie die Einnahme mit Ihrer Augenarztpraxis.
  • Licht und UV-Schutz: Eine Sonnenbrille mit UV-Schutz schützt die Augen draußen; Kantenfilter können zusätzlich Blendung verringern.

Selbstkontrolle bei Makuladegeneration

Mit einem Amsler-Gitter – einem Karomuster mit Punkt in der Mitte – können Menschen mit AMD zu Hause prüfen, ob gerade Linien plötzlich verzerrt oder lückenhaft erscheinen. Fragen Sie in Ihrer Augenarztpraxis nach einem Gitter und nach der richtigen Anwendung. Neue Verzerrungen sollten zeitnah abgeklärt werden.

Warnzeichen für einen Notfall

Suchen Sie noch am selben Tag eine Augenarztpraxis oder Augenklinik auf bei:

  • plötzlichem Sehverlust oder deutlicher Verschlechterung,
  • neuen Lichtblitzen, vielen dunklen Punkten („Rußregen“) oder einem Schatten, der sich wie ein Vorhang ausbreitet,
  • plötzlich verzerrtem Sehen,
  • starken Augenschmerzen mit Rötung, Übelkeit oder Kopfschmerzen.

Außerhalb der Sprechzeiten: ärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117 oder Notruf 112.

Quellen und weiterführende Links

Dieser Beitrag ersetzt keine augenärztliche Untersuchung oder Behandlung. Bei plötzlicher Sehverschlechterung, Lichtblitzen, Schatten oder Schmerzen suchen Sie bitte sofort eine Augenarztpraxis oder Augenklinik auf.

Persönliche Beratung finden

Blinden- und Sehbehindertenvereine, EUTB-Stellen und Selbsthilfegruppen beraten kostenlos – oft von Menschen, die selbst sehbehindert sind.