Technik & Apps

Sprachsteuerung im Alltag

Wer schlecht sieht, profitiert besonders davon, Geräte per Sprache zu bedienen. Smartphone und smarte Lautsprecher erledigen viele Aufgaben auf Zuruf – vom Anruf bis zum Einschalten des Lichts.

Veröffentlicht am · Aktualisiert am · 1 Min. Lesezeit

Die Assistenten im Überblick

  • Siri ist in iPhone, iPad, Mac, Apple Watch und HomePod eingebaut.
  • Google Assistant bzw. dessen Nachfolger Gemini steckt in Android-Smartphones und Lautsprechern von Google.
  • Amazon Alexa läuft vor allem auf den Echo-Lautsprechern und bietet die größte Auswahl an kompatiblen Smart-Home-Geräten.

Welcher Assistent am besten passt, hängt meist vom Smartphone ab, das Sie bereits nutzen.

Nützliche Befehle für den Alltag

  • „Wie spät ist es?“ – „Welcher Tag ist heute?“
  • „Stelle einen Timer auf zwölf Minuten für die Nudeln.“
  • „Erinnere mich morgen um acht an meine Augentropfen.“
  • „Rufe meine Tochter an.“ – „Schreibe Peter: Ich komme zehn Minuten später.“
  • „Lies mir meine neuen Nachrichten vor.“
  • „Setze Milch auf die Einkaufsliste.“
  • „Spiele den Deutschlandfunk.“ – „Lies mein Hörbuch weiter.“
  • „Wie wird das Wetter heute?“

Routinen: viele Schritte, ein Befehl

In den Apps der Assistenten lassen sich Routinen anlegen. Beispiele:

  • „Guten Morgen“: Licht an, Uhrzeit, Wetter, Termine und Nachrichten ansagen.
  • „Ich gehe“: alle Lampen aus, Heizung herunter, Erinnerung an Schlüssel und Langstock.
  • „Gute Nacht“: Licht aus, Wecker bestätigen, Tür-Status ansagen.

Smart Home per Sprache

Smarte Lampen, Steckdosen, Thermostate und Rollläden lassen sich per Sprachbefehl steuern – ohne Lichtschalter oder kleine Drehregler zu suchen. Geben Sie Geräten kurze, eindeutige Namen wie „Stehlampe“ oder „Küchenlicht“. Mehr dazu unter KI-Assistenten und Smart Home.

Grenzen

  • In lauter Umgebung oder bei undeutlicher Aussprache verstehen Assistenten Befehle schlechter.
  • Ohne Internetverbindung funktionieren die meisten Befehle nicht.
  • Wichtige Dinge wie Überweisungen oder Medikamentenbestellungen sollten Sie nicht allein per Sprache erledigen.

Privatsphäre schützen

  • Smarte Lautsprecher hören auf ein Aktivierungswort. Mit der Mikrofon-Taste lassen sie sich stummschalten.
  • In den Apps können Sie gespeicherte Sprachaufnahmen einsehen und löschen und die automatische Löschung einstellen.
  • Deaktivieren Sie Einkäufe per Sprache oder schützen Sie sie mit einem Code.

Persönliche Beratung finden

Blinden- und Sehbehindertenvereine, EUTB-Stellen und Selbsthilfegruppen beraten kostenlos – oft von Menschen, die selbst sehbehindert sind.